NachrichtenPolitik
Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
-
Folge vom 09.12.2022#76 Ukrainische Winter-Offensive?In dieser Folge erklärt Ex-General Erhard Bühler, warum er damit rechnet, dass die Ukraine im Winter operative Vorstöße unternehmen wird. Damit bekräftigt er die Einschätzung des US-Generalstabschefs Mark Milley. Gleichzeitig geht Bühler davon aus, dass Russland zunächst vor allem auf Raketen und Drohnen setzen wird und die nächste große Angriffswelle vorbereitet. Thema in dieser Folge ist auch noch einmal der ukrainische Angriff auf Militärbasen im Landesinnern von Russland. Wie kommt es, dass Russland die ukrainischen Marschflugkörper nicht entdeckt hat? Welche Rolle spielten die niedrige Flughöhe und die Programmierung? Oder hatte die Ukraine vor allem Glück? Außerdem erklärt der Ex-General, warum solche punktuellen Angriffe sinnvoll sind, während er von Angriffen auf russische Munitions-Fabriken abrät. Bühler geht auch auf die Folgen ein, wenn Deutschland jetzt doch in Polen Patriot-Luftabwehrraketen stationieren sollte. Er hält das Angebot für richtig, weil damit in Polen eine operative Lücke geschlossen werde. Sind die deutschen Lager dann leer oder kann die Luftwaffe die Lieferung entbehren? Weiterhin beobachtet Bühler Bewegung in der Diskussion um eventuelle Lieferungen deutscher Leopard-2-Panzer an die Ukraine. Bisher will Deutschland keine Panzer liefern und verweist auf Absprachen zwischen den westlichen Partnern. Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Jake Sullivan, hat aber offenbar der Bundesregierung schon im Oktober zu verstehen gegeben, dass die USA diese Lieferungen begrüßen würden. Welchen Vorteil hätten Leopard-2-Panzer gegenüber amerikanischen Abrams-Panzern? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37
-
Folge vom 06.12.2022#75 Drohnenangriffe tief in Putins HinterlandEx-General Bühler bewertet die militärische Lage in der Ukraine: Im Donbass sind die Russen überlegen, erzielen aber kaum Geländegewinne. Die Ukraine hat angeblich neue Kampfdrohnen entwickelt, die Militärbasen tief im russischen Hinterland angegriffen haben sollen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat von 100.000 getöteten ukrainischen Soldaten gesprochen und diese Aussage dann wieder zurückgezogen. Ex-General Bühler hält eher US-Angaben für realistisch, wonach es auf beiden Seiten rund 100.000 Getötete und Verwundete gibt. Der Militärexperte kann auch eine Aussage von Frankreichs Präsident Macron nicht nachvollziehen, der Sicherheitsgarantien für Russland angeregt hat. Bühler zufolge braucht der Westen Geschlossenheit, keine einzelnen Stimmen. Zum Schluss des Podcasts geht es um die Diskussion, die derzeit in Deutschland im Zusammenhang mit den F35-Kampfflugzeugen geführt wird. Ex-General Bühler geht davon aus, dass die Flugzeuge wie geplant beschafft und eingesetzt werden. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37
-
Folge vom 02.12.2022#74 SPEZIAL Ihre Fragen an den GeneralDie Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts tragen weiter viele Fragen an Ex-Nato-General Bühler heran. In dieser Spezialfolge beantworten wir eine ganze Reihe von ihnen. Es geht um die Frage, wie humanitäre Hilfe in die Ukraine gelangt und wie notwendig sie derzeit ist, gerade mit Blick auf den Winter. Außerdem geht es um Berichte über ukrainischen Beschuss auf die Stadt Belgorod in Russland. Bühler sagt dazu, ja, es habe einige Angriffe im Raum Belgorod gegeben. Es handle sich um ein Aufmarschgebiet der russischen Armee. Er äußert sich auch dazu, ob das ukrainische Vorgehen den Konflikt weiter eskalieren lassen könnte. Eine weitere Frage beschäftigt sich mit dem Beschuss des AKW Saporischschja. Bühler sagt, niemand könne genau sagen, wer das Gebiet immer wieder beschieße. Er erklärt aber, warum er die russische Seite dahinter vermutet. Weitere Themen: Will Russland Afghanen für seinen Krieg rekrutieren? Wie umgehen mit der Bedrohung durch Drohnen auf dem Schlachtfeld? Was tut die Bundeswehr im Nato-Bündnisfall? Könnte es auch einen Krieg zwischen Nato-Mitgliedern geben? Und: Die Kirchen im Krieg. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
-
Folge vom 29.11.2022#73 Munitionsmangel - wer ist schuld?Die Lage an den drei wichtigen Fronten ist weitgehend stabil. Im Nordosten kommt die Ukraine nicht mehr voran. Im Donbass erzielt Russland taktische Geländegewinne. Im Süden gräbt die russische Armee sich dagegen ein. Es gibt zahlreiche Truppenverschiebungen auf beiden Seiten. Und der russische Raketenbeschuss auf ukrainische Städte hat derzeit nachgelassen. Außerdem schauen wir auf Verstimmungen zwischen Moskau und Minsk. Russlands Präsident Putin scheint Druck auf den Machthaber von Belarus, Lukaschenko, zu machen. Anscheinend will er, dass sich Belarus mehr im Krieg gegen die Ukraine engagiert. Lukaschenko wiederum übt offene Kritik an Putins Krieg in der Ukraine - das Verhältnis scheint angespannt. Und in dieser Lage stirbt auf einmal ein Minister von Belarus. Ursache unklar. In einem Schwerpunkt schauen wir auf den Munitionsmangel bei der Bundeswehr. Die deutsche Armee hat zu wenig Munition in ihren Beständen. Und sie muss passen, wenn es um Nachschub für die Ukraine geht, beispielsweise um Munition für die gelieferten Panzerhaubitzen 2000. Im Kanzleramt trifft man sich zum "Munitionsgipfel". Und SPD-Chef Klingbeil hat die Industrie angezählt, sie sei zu langsam. Ex-Nato-General Bühler erklärt, woran es hakt. Die Aussagen von Klingbeil sieht er kritisch. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.