NachrichtenKultur & Gesellschaft
Auf den Tag genau Folgen
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
Folgen von Auf den Tag genau
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Folge vom 29.06.2020Filmopolis am Tempelhofer FeldIm Jahre 1912 entstanden im Süden des Tempelhofer Feldes Filmateliers, die sich nach dem Ersten Weltkrieg immer weiter ausdehnten. Die Stummfilm-Klassiker „Golem, oder wie er in die Welt kam“ von Paul Wegener und Carl Boes sowie „Anna Boleyn“ von Ernst Lubitsch wurden 1920 hier in ihren überbordenden Kulissen gedreht. Vom Treiben auf dem Gelände und den Sets dieser Filme berichtet am 29. Juni für das Berliner Tageblatt Fritz Engel. Neben seinen Eindrücken reflektiert er auch allgemeiner das Filmschaffen zwischen Massenware und Kunstanspruch. Es liest Paula Leu.
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Folge vom 28.06.20203 1/2 Fragen an Gunter Gebauer…In der heutigen Folge unseres monatlichen Interviewformats ‚3 1/2 Fragen an…’ sprechen wir mit Gunter Gebauer, von 1995 bis 2012 Professor für Philosoph an der Freien Universität Berlin. Selbst ehemaliger Leistungssportler, mischt sich Gebauer immer wieder kritisch in die öffentlichen Diskussionen zu Fragen des Sports und der Sportpolitik ein. Gerade von ihm erschienen ist ein kleiner Reclam-Band über die Olympischen Spiele der Neuzeit, in dem er die Faszination dieses Ereignisses und seiner Geschichte mit klaren Worten zur immer stärkeren kommerziellen Ausrichtung der Spiele verbindet.
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Folge vom 28.06.2020Regierungserklärung FehrenbachsNach zähen Verhandlungen und letztlich geglückter Bildung einer Minderheitsregierung hielt der neue Reichskanzler Constantin Fehrenbach am 28.6.1920 schließlich seine Antrittsrede im Deutschen Reichstag. Als eloquenter und erfahrener Politiker bekannt und durchaus über Parteigrenzen hinaus geschätzt, wird die Führung dieses von der Duldung der Sozialdemokratie abhängigen Kabinetts auch führ ihn ein Balanceakt. Das jedenfalls wird schon an dieser ersten programmatischen Rede vor den Abgeordneten deutlich. Parteipolitisches Taktieren im Anschluss eingeschlossen. Es liest Frank Riede.
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Folge vom 27.06.2020Snowden über SowjetrusslandÜber die junge Sowjetunion wusste man anno 1920, gut zweieinhalb Jahre nach ihrer Geburt in der Oktoberrevolution, auf dem restlichen Kontinent ausgesprochen wenig. Zum einen war man hier wohl viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich ein Bild von den dortigen Zuständen zu machen. Zum anderen mangelte es aber auch schlicht an glaubwürdigen, ideologisch unvoreingenommenen Augenzeugen, die mit belastbaren Informationen aus Moskau oder gar aus anderen Landesteilen aufwarten konnten. Entsprechend groß war das Interesse an den – sehr kritischen – Reiseeindrücken, die die englische Sozialistin Ethel Snowden von der sechswöchigen Visite einer Labour-Delegation ins Reich des Bolschewismus mitbrachte und die sie bei ihrem Zwischenstopp in Berlin mit der Vossischen Zeitung teilte. Aus deren Ausgabe vom 27. Juni liest Paula Leu.