Heidelbeeren benötigen einen leicht sauren Boden und während des Wachstums viel Feuchtigkeit. Während einer Trockenzeit müssen sie regelmässig gegossen werden.
Solange es regnet oder man Regenwasser gesammelt hat, ist das Giessen kein Problem. Doch wenn Leitungswasser verwendet wird, können die Heidelbeersträucher Schaden nehmen.
Im Schweizer Mittelland, im Gebiet des Juras und im Kanton Baselland ist das Leitungswasser sehr kalkhaltig. Häufiges Giessen mit kalkreichem Wasser führt zu Eisenmangel: Die Feinwurzeln der Heidelbeersträucher können bei zu hohem Kalkgehalt der Erde das Spurenelement Eisen schlecht aufnehmen und das lebenswichtige Chlorophyll in den Blättern nicht mehr bilden. Das führt zu aufgehellten Blättern, kümmerlichem Wuchs und kleinen Beeren.
Kaffeesatz wirkt bei Eisenmangel vorbeugend. Er wirkt leicht sauer und puffert den Kalküberschuss in der Erde ab.
· Kaffeesatz an einem warmen Ort flach ausgebreitet trocknen.
· Alle zwei Wochen 3 bis 4 Handvoll rund um den Heidelbeerstrauch verstreuen und leicht in die Erde einarbeiten.
Eisendünger wirkt bei akutem Eisenmangel:
· Wenn der Heidelbeerstrauch bereits viele gelbe Blätter hat und kümmerlich wächst, wird spezieller Eisendünger gegossen oder als Blattdünger über die ganze Pflanze gesprayt.
· Erst im September, nach der Ernte, wird Elementarschwefel in die Erde gemischt. Verschiedene Mikroorganismen wandeln diesen um, wodurch der Boden dauerhaft leicht sauer wird.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 16.07.2026Heidelbeeren – mit Kaffeesatz gesund durch den Sommer
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Folge vom 15.07.2026Johannisbeeren – gesunde Sträucher dank SommerschnittJohannisbeeren, «Meertrübeli» oder einfach «Trübeli» wachsen in vielen Gärten. Sie sind einfach zu kultivieren und bringen eine grosse Ernte für Kuchen, Desserts, Konfi oder Sirup. Was den Geschmack betrifft, gehen die Meinungen auseinander: Den einen sind sie zu sauer, andere lieben sie. Johannisbeeren wachsen am besten auf tiefgründigen, eher kalkarmen und humusreichen Böden. Sie können bis zu einer Meereshöhe von 1400 Metern angebaut werden. Die Sträucher werden im Verlaufe des Winters tief gepflanzt: Die Basis muss mit 5 cm Erde bedeckt sein, damit dort kräftige junge Triebe aus dem Wurzelstock wachsen können. Falls keine Jungtriebe aus der Basis wachsen, kann der Trübelistrauch mit 5–8 cm Erde überschüttet werden. Ein Sommerschnitt im Juli/August schützt vor Befall mit Graufäule. Da die Infektion mit ihr während des Winterhalbjahres auftritt und viele Triebe zum Absterben bringt, wird bevorzugt im Sommer nach der Ernte geschnitten. Bei heissem, trockenem Wetter mit dem Schnitt warten, damit die inneren Triebe und Blätter keinen Sonnenbrand bekommen. Der Strauch wird durch regelmässiges Herausnehmen der ältesten, 4–5 Jahre alten Triebe laufend zur Bildung von neuen, jungen und kräftigen Bodentrieben angeregt. Ein kräftiger Johannisbeerstrauch hat 8–12 Triebe. Erst ab dem 4. Standjahr werden die ältesten Triebe herausgeschnitten und kleine, dünne oder überzählige Jungtriebe werden entfernt. Zu alte, vergreiste Büsche tragen kleine, eher saure Beeren, und oft fallen die noch grünen Beeren ab.
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Folge vom 14.07.2026Erdbeerturm und BlütenschmuckVon Mitte Juli bis Ende August ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren. Dabei gilt: Je früher gepflanzt wird, umso grösser ist die Ernte im folgenden Jahr. Erdbeerpflanzen lassen sich mit einem einfachen Trick selbst vermehren. Erdbeeren lassen sich am einfachsten über Ausläufer vermehren: · Schneiden Sie die langen Ausläufer samt den daran wachsenden jungen Pflänzchen ab. · Lassen Sie ein 3 cm langes Stück Stängel dran. · Stecken Sie es in ein kleines, mit feuchter Beerenerde gefülltes Töpfchen. · Die Pflanze richtet sich nach wenigen Tagen auf und bildet Wurzeln. Platzsparend viel ernten: der Erdbeerturm · Für den Bau eines Turms werden unglasierte Tontöpfe aufeinander gestapelt; ein Bambusstab stabilisiert den Turm. · Zur Bepflanzung eignet sich die grazil wachsende einheimische Walderdbeere. Perfekte Sortenwahl · Für Turm und Topf: Mehrmals tragende Sorten für die Topfkultur wählen! · Hervorragende Früchte liefert die aromatische «Mara de Bois». · Rote und rosa blühende Erdbeersorten bringen eine fröhliche Atmosphäre auf den Balkon.
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Folge vom 13.07.2026Nach der Ernte ist vor der Ernte – Kirschen und AprikosenEine grosse Vielfalt Früchte ist im Juli erntereif: Kirsche, Aprikose, Erd- und Himbeere, Heidel- und Johannisbeere und auch erste Brombeeren sind schwarz und süss. Die Fruchtpflanzen müssen im Sommer fachgerecht gepflegt und geschnitten werden, um auch im nächsten Jahr eine schöne Ernte abzugeben. Früchte an Kirsch- und Aprikosenbäumen schützen · Schattiernetze anbringen: Bei Spalierbäumen an Wänden senken Netze die Temperatur und schützen vor Sonnenbrand. · Beschädigte Früchte entfernen, damit sich keine Schädlinge einnisten und vermehren und keine Fäulnisherde bilden. · Kirschessigfliegen-Fallen im Innern der Bäume aufhängen und Lockmittel regelmässig erneuern (s. Merkblatt Kirschessigfliege). Bewässerung und Bodenschutz bei Fruchtbäumen · Aprikosenbäume reagieren während der Reifezeit empfindlich auf Trockenheit. Deshalb mindestens einmal kräftig giessen. · Baumscheiben mulchen: Eine 2–3 cm hohe Schicht aus Rasenschnitt, Schilfmulch oder Hanfeinstreu hält den Boden länger feucht und schattiert. Baumschnitt · Sommerschnitt verschieben: Wegen der aktuellen Hitze sollte man mit dem Sommerschnitt (z. B. dem Entfernen von Wasserschoss) bis in den August warten. Die Triebe spenden derzeit wichtigen Schatten. · Säulenbäume zurückschneiden: Bei Säulen-Kirschbäumen müssen die Seitenzweige jetzt auf etwa 15 cm eingekürzt werden, falls das noch nicht erledigt wurde. Hitzeschutz für Topfpflanzen · Töpfe beschatten: Auf Balkonen und Terrassen überhitzt die Erde in den Kübeln schnell. Deshalb kleinere Blumentöpfe davorstellen oder die Haupttöpfe weiss anstreichen, damit das Sonnenlicht reflektiert wird. Wer zu viele reife Früchte hat oder in den Ferien ist, kann Apps wie «Mundraub» oder «MeinObstgarten» nutzen, um Erntehelfer zu finden oder Pflegepatenschaften zu schliessen.