Peterli und Kleiner Wiesenknopf können bereits Ende März und im April geerntet werden – ihr milder Geschmack macht sie zu frühen Highlights im Kräutergarten.
Petersilie
«Peterli» gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Ende März wird er ein letztes Mal geerntet, bevor er aufstängelt und blüht. Sobald er in die Blüte treibt, wird er bitter, scharf und ungeniessbar.
Pflege Ende März:
- Alte und gelbe Blätter grosszügig wegschneiden und anschliessend mit einem organischen Flüssigdünger düngen.
Warum wächst Peterli oft mickrig?
- Peterli ist absolut selbstunverträglich: Im Garten braucht er jedes Jahr einen neuen Standort, im Topf jedes Jahr frische Gemüseerde.
Warum keimt Peterli im Garten nicht?
- Erstens verliert Peterlisamen schnell seine Keimfähigkeit – deshalb jedes Jahr frische Samen verwenden.
- Zweitens benötigt er 3–4 Wochen bis zur Keimung; in dieser Zeit wächst das Unkraut schneller, und Schnecken fressen zarte Keimlinge weg.
Bewährter Tipp für schnelle Keimung:
- Peterlisamen mit etwas Vogelsand mischen, in ein Einmachglas geben, befeuchten und in der Küche aufstellen. Das Glas täglich schütteln – nach 3–4 Tagen die vorgekeimten Samen in Töpfchen auf dem Balkon aussäen. So keimen sie innerhalb einer Woche.
Nussige Alternative: Kleiner Wiesenknopf
Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) ist ein einheimisches, mehrjähriges Wildkraut. Seine zarten, jungen Blätter werden von Ende März bis Mitte Mai geerntet und schmecken angenehm nussig. Er ist pflegeleicht – ob im Topf oder an einem sonnigen Standort im Kräutergarten.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 23.03.2026Kräuter mit mildem Geschmack
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Folge vom 20.03.2026Ab auf den Notfall: Was packe ich ein?Wenn's pressiert, dann pressiert's. Haben Sie aber kurz Zeit oder Ihre Angehörigen, so können Sie den Medizinnerinnen und Ärzten und den Pflegenden auf dem Notfall die Arbeit erleichtern, indem Sie das Notwendigste einpacken. Afreed Ashraf ist Arzt auf der Notfallstation des Berner Lindenhofspitals. Viele kennen ihn auch aus der Gesundheitssendung Puls. Dort tritt er regelmässig als Puls-Checker auf. Ins Notfallgepäck gehören: · Medikamentenliste der Hausärztin oder der Spitex · Sofern keine Liste vorhanden ist, Medikamente in der Originalverpackung (Blister oder Originaldöschen) · Patientenverfügung · Hörgeräte · Brille · Allergieausweis · Krankenkassenkarte Wie gesagt: Wenn's pressiert, dann pressiert's. Deshalb können auch Angehörige das Notfallgepäck später vorbeibringen.
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Folge vom 19.03.2026Bei Hirnschlag auf zur Stroke Unit, einen spezialisierten NotfallTime is Brain, heisst ein Lehrsatz aus der Medizin. Zeit ist Hirn, denn jede Sekunde zählt, wenn die Durchblutung des Gehirns eingeschränkt ist. Deshalb darf man keine Zeit verlieren. Am besten steuert man von Anfang an einen spezialisierten Notfall an, diese nennen sich Stroke Unit. Der Hirnschlag ist die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz und weltweit. Dies verwundert nicht, denn die ersten drei Stunden sind für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend. «Im Studium habe ich den Merksatz FAST gelernt», sagt Afreed Ashraf, Arzt auf der Notfallstation des Lindenhofspitals Bern. Was heisst FAST? FACE: Ist im Gesicht alles in Ordnung, hängt ein Mundwinkel herunter? ARMS: Hängen die Extremitäten wie die Arme bzw. ein Arm herunter? SPEEK: Redet der Patient oder die Patientin verwaschen? TIME: Time is Brain, da haben wir es wieder - jede Sekunde zählt. Die Merkmale müssen nicht kumuliert auftreten, einzelne reichen, damit keine Zeit verloren geht. Bei einem mutmasslichen Hirnschlag lautet die Devise: Ab auf den Notfall.
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Folge vom 18.03.2026Der Verdacht Herzinfarkt ist ein Fall für den NotfallEs ist nicht so, dass ein Herzinfarkt sich durch Schmerzen im linken Arm bemerkbar macht. Es kann auch sein, dass man unter Übelkeit, Abgeschlagenheit oder Mattheit leidet oder Schmerzen im Oberbauch oder Rücken hat. Ganz wichtig ist es auch, auf sein Bauchgefühl zu hören. Wenn man die Schmerzen in dieser Art noch nie hatte oder das Gefühl hat, ein Elefant sitze einem auf der Brust - dann ab auf den Notfall. Man darf nie vergessen: Ein Herzinfarkt kann tödlich enden. Gerade wenn man über Risikofaktoren wie erhöhten Blutdruck oder erhöhte Blutfettwert verfügt, raucht oder Übergewicht hat. Auch die familiäre Vorbelastung spielt bei kardialen Erkrankungen eine grosse Rolle.