Schädlinge werden vom Sommeraufenthalt im Freien mit ins Haus geschleppt, beim Lüften hereingeweht oder mit der Erde eingebracht. Je grösser die Population an Trauermücken, Thripsen oder Blattläusen, desto schwieriger die Bekämpfung. Manchmal hilft duschen, manchmal fallenstellen.
Viele Schädlinge wird man schon los, wenn man die Pflanze abduscht (s. Ratgeber vom Dienstag).
Das erste Gebot gegen Schädlinge lautet aber: Frühzeitig bekämpfen, bevor sich grosse Populationen bilden!
Am einfachsten sind die auffliegenden Insekten zu entdecken. Die meisten können mit Klebefallen weggefangen werden.
Blattläuse:
Die erwachsenen Insekten fliegen von einer Pflanze zur anderen und vermehren sich dort rasch. Sie saugen Pflanzensaft und sondern klebrigen Saft ab. So schwächen sie die Pflanzen und auf den klebrigen Blättern bilden sich schwarze Pilzrasen.
Was tun:
Pflanzen abduschen, gelbe Klebfallen aufhängen, die erwachsenen Insekten fliegen drauf.
Trauermücken:
Schwarze Mücken, welche um die Pflanzen schwirren, legen ihre Eier in die feuchte Erde. Die geschlüpften Larven fressen an den Wurzeln, was die Zimmerpflanze enorm schwächt.
Was tun?
Gelbe Klebefallen aufhängen die Trauermücken fliegen darauf
Erdschicht ca. 3 cm hoch mit Steinchen abdecken, damit die Mücken keine Eier mehr ablegen können.
Thripse:
Winzige, gelbliche Insektenlarven, die auf der Blattoberseite viele silbrige, helle Sprenkel verursachen. Die ausgewachsenen Thripse fliegen zu den nächsten Pflanzen, saugen an den Blättern. Junge Blätter verkrüppeln und die Zimmerpflanzen werden geschwächt.
Was tun?
Ausgewachsene Thripse fliegen auf blaue Klebefallen.
RatgeberLeben & Liebe
Ratgeber Folgen
Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Folgen von Ratgeber
50 Folgen
-
Folge vom 15.01.2026Wellness für Zimmerpflanzen – Fliegende Schädlinge einfangen
-
Folge vom 14.01.2026Wellness für Zimmerpflanzen – Lichtmangel, Zugluft & kalte FüsseZimmerpflanzen haben bei guter Pflege und geeignetem Standort genügend Abwehrkräfte gegen Pilz- und Schädlingsbefall. Doch wenn der Standort nicht optimal ist, werden die Schäden spätestens im Januar offensichtlich. Lichtmangel: · Junge Triebe sind sehr dünn, lang und auffallend heller als die übrigen Blätter und Stängel z.B. beim Zyperngras und knicken. Was tun? · Die Zimmerpflanze heller stellen und immer wieder auf Schädlingsbefall kontrollieren, denn die dünnen Triebe werden gerne von Blattläusen befallen. · Erst Ende Februar die Triebe zurückschneiden, dann kommen junge, kräftige Triebe nach. Kälte und Zugluft: · Birkenfeige lässt viele, oft noch grüne Blätter fallen. Es können Blattflecken auftreten. Was tun? · Zimmerpflanze an einen vor Zugluft geschützten Ort stellen. «Kalte Füsse»: · Vergilbende, rötlich werdende Blätter, Triebe fallen um, schlaffer Eindruck, weil die Wurzeln faulen Was tun? · Bei geringem Befall sofort Abhilfe schaffen und Standort wechseln, neu eintopfen, dabei faulende Wurzeln zurückschneiden. · Ansonsten leider ab in die Grünabfuhr. Achtung: Manchmal ist auch alles in Ordnung, einige Blätter sind natürlicherweise abgestorben und die Pflanze ist kerngesund. In diesem Fall vergilbte, gefleckte oder vertrocknete Blätter abschneiden.
-
Folge vom 13.01.2026Wellness für Zimmerpflanzen – sanftes ReinigenIn der freien Natur sorgt der Regen für die Reinigung der Blätter, doch im Wohnzimmer regnet es nicht. So bleiben Staub oder Kalkablagerungen vom Sprühen mit hartem Wasser auf den Blättern liegen und schränken die Photosynthese ein. Die Folge: Die Zimmerpflanzen verkümmern, sind glanzlos. Was tun? Zimmerpflanzen mit glatten, glänzenden Blättern wie zum Beispiel der Baumfreund: Topf mit Plastiksack einpacken und dort, wo die Triebe aus der Erde wachsen, zuschnüren, Pflanze in die die Dusche stellen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Zimmerpflanzen mit grossen, glatten Blättern wie zum Beispiel das Fensterblatt oder lang gewachsene Kletterpflanzen wie zum Beispiel der Baumfreund: Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen. Wenn die Zimmerpflanzen von Schädlingen wie Blatt- und Schildläuse befallen sind, werden mit einer sanften Dusche die meisten der Tiere weggespült und klebrige, verunreinigte Blätter werden wieder sauber. Vorsicht bei Zimmerpflanzen mit samtigen, weichen Blättern wie z.B. das Usambaraveilchen und das Zimmer- Alpenveilchen: Hier ist das Duschen nicht geeignet, aber es hilft das Abstauben mit einem feinen Pinsel.
-
Folge vom 12.01.2026Wellness für Zimmerpflanzen – Sprühen, Giessen, BadenIm Winter leiden Zimmerpflanzen durch trockene Luft und Lichtmangel. Schädlinge vermehren sich unbemerkt und schwächen die Pflanzen. Im Januar ist darum der perfekte Moment, um Zimmer- und Kübelpflanzen zu hegen und zu pflegen, bevor im Frühjahr die Wachstumsphase beginnt. Die Temperatur in Wohnzimmern ist normalerweise auf 20° bis 22° eingestellt. Da die geheizte Luft trocken ist, leiden Zimmerpflanzen oft. Die Blätter werden an den Spitzen braun, junge Blätter und Blütenknospen fallen ab. Und auch beim Lüften mit kalter und trockener Luft sinkt die Luftfeuchtigkeit. Was tun? · Für höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, evtl. Luftbefeuchter aufstellen (ideale Luftfeuchtigkeit circa 50%). · Auf Zugluft empfindliche Pflanzen wie die Birgenfeige (Ficus benjamina) oder die Efeutute (Epipremnum) an einen geschützten, hellen Ort stellen. · Pflanzen täglich mit Wassersprayer besprühen (kalkarmes Wasser verwenden!). Zu hartes Leitungswasser (über 15° fH) abkochen, so dass sich Kalk auf dem Topfboden absetzt. Oder Filterkartuschen oder gesammeltes Regenwasser verwenden. · Öfter durchdringend giessen. · Bei völlig eingetrockneter Erde oder blühenden Orchideen 1 Mal wöchentlich ein Wasserbad gönnen: Schüssel mit zimmerwarmem, weichem Wasser halb füllen, Pflanze mit Topf für eine Stunde hineinstellen.