Die Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern bietet Pensionierten jährlich rund 40 verschiedene Vorlesungen. Für 150.- pro Jahr können Senioren und Seniorinnen sich querbeet durch die verschiedenen Wissenschaften und Forschungsgebiete hören.
Die Leiterin der Seniorinnen- und Senioren-Uni, Marianne Bauer, empfiehlt, sich auch mal auf Themen einzulassen, die einen auf den ersten Blick nicht ansprechen. Die Vorlesungsreihe soll helfen, den Horizont auch im Alter weiterhin zu erweitern. Mit dabei ist auch ein Live-Stream und der Podcast fürs Nachhören von zu Hause aus.
Wer lieber in die Tiefe als in die Breite lernen möchte, wird an der Zürcher Volkshochschule fündig. Dort sind Vorlesungsblöcke zu einzelnen Themen buchbar. Diese Angebote sind allerdings etwas teurer als die Senioren-Uni.
Für manche ist die Senioren-Uni eine Rückkehr an die Universität, für andere die Gelegenheit, etwas nachzuholen, wofür früher im Leben kein Platz war. Nach den Vorlesungen an der Uni Zürich gibt es Raum für Austausch und Fragen im UZH 3 Café. Wer im Anschluss noch Energie hat, kann nach dem Gehirnjogging im Vorlesungssaal noch in den Unisport.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 15.10.2026Senioren-Uni
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Folge vom 14.10.2026Zurück an die UniWaren Sie auf dem Gymnasium oder haben Sie eine Lehre gemacht? Was vielleicht in der Jugend endgültig schien, kann sich im Laufe des Lebens noch ändern. Auch wer bereits im Berufsleben steht und Familie hat, kann als Erwachsener nochmals zurück auf die Schulbank. Eine Möglichkeit ist es, die Maturität nachzuholen. In vielen grösseren Kantonen der Schweiz gibt es dafür staatlich finanzierte Angebote für Erwachsene. Wir haben mit dem Prorektor Claudio Darms der Kantonalen Maturität für Erwachsene Zürich gesprochen. Er erklärt, was es zu beachten gilt. Zum Beispiel gibt es einen Haken: Die kantonale Maturität kann man nur bis zum 40 Lebensjahr absolvieren. Ist man älter, muss man eine private Maturität besuchen. Eine andere Möglichkeit ist, die Maturität schlichtweg zu überspringen. Verschiedene Schweizer Universitäten bieten nämlich Aufnahmeverfahren für Personen ab 30 Jahren an. Mit einer speziellen Prüfung kann man versuchen, auch ohne Maturität für ein Studium aufgenommen zu werden. Ob das realistisch ist, hängt stark davon ab, welche Erfahrungen und Kenntnisse man bisher gesammelt hat. Die Rechtsabteilung der Universität Bern ordnet ein, wann das realistisch ist und wann weniger. Klar ist: Viele Wege führen zu einem Studium.
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Folge vom 13.10.2026Sprachen lernenSprachen lernt man nicht nur mit Vokabeln, sondern vor allem mit Motivation und positiven Erlebnissen. Sprachlern-Apps wie Duolingo oder Babbel können dabei helfen, regelmässig dranzubleiben. Auch Künstliche Intelligenz kann dabei unterstützen, Hemmungen beim Sprechen abzubauen und erste Gesprächssituationen zu üben. Noch wichtiger ist es jedoch, dass das Gehirn die Sprache mit positiven Emotionen verbindet. Dies erreicht man am besten durch die Aktivierung verschiedener Sinne. Die Spanischlehrerin Andrea Gatani teilt ihre Top-Tipps: Podcasts hören, Filme schauen und lesen. Man kann sich Beispiel auch Rezepte in der jeweiligen Sprache ausdrucken und damit kochen. Entscheidend für das Sprachenlernen bleibt der Kontakt zur Sprache im echten Leben. Wer mit anderen Menschen spricht, Fehler zulässt und die Angst vor dem Falschmachen überwindet, lernt nachhaltiger. Tandem-Partnerschaften bieten dafür eine einfache Möglichkeit dafür: Man übt gegenseitig die jeweilige Fremdsprache und lernt gleichzeitig von Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern.
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Folge vom 12.10.2026LernforschungWer etwas Neues lernen will, braucht mehr als Disziplin. Das erfahren wir von einem Hirncoach höchstpersönlich. Barbara Studer ist Neurowissenschaftlerin und forscht an der Universität Bern. Für das erfolgreiche Lernen sind ein persönlicher Grund, Neugier und positive Emotionen entscheidend. Erst wenn wir verstehen, warum wir etwas lernen möchten, bleibt die Motivation langfristig erhalten. Lernen passiert zudem nicht einfach nebenbei. Wer sich neues Wissen oder eine neue Fähigkeit aneignen möchte, sollte das Gelernte aktiv abrufen und sich regelmässig selbst testen. Das trainiert das Gedächtnis viel mehr als lediglich Lesen und Zuhören. Ob das Lernen gelingt, hat wenig mit dem Alter zu tun. Wer neugierig bleibt und regelmässig Neues ausprobiert, stärkt die Flexibilität des Gehirns und erleichtert sich das Lernen neuer Dinge auch in Zukunft.