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Ratgeber

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

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Folgen von Ratgeber

50 Folgen
  • Folge vom 02.04.2026
    Nisthilfen für Fledermäuse, Reptilien und Amphibien
    Fledermäuse, Eidechsen und Amphibien leben häufig in der Nähe von Menschen. Welche Strukturen ihnen wirklich helfen, was beim Renovieren wichtig ist und wie sich naturnahe Gärten positiv auf gefährdete Arten auswirken. Fledermäuse gehören zu den am stärksten geschützten Wildtieren in der Schweiz – und leben oft direkt in unseren Häusern. Da moderne Gebäude viele Spalten verschliessen, fehlen ihnen zunehmend Quartiere. Nisthilfen wie Spaltenkästen oder spezielle Fledermausquartiere können deshalb sinnvoll sein. Wer jedoch bereits Fledermäuse im Dachstock hat, trägt eine besondere Verantwortung: Brutplätze dürfen weder gestört noch entfernt werden. Bei Umbauten sollten Fachleute, etwa von der Stiftung Fledermausschutz, beigezogen werden, da Fledermäuse empfindlich auf Temperatur oder Luftströmungsänderungen reagieren. Für viele Menschen wirken Fledermäuse unheimlich, doch die Angst ist unbegründet: Sie sind scheu, harmlos und wertvolle Insektenjäger. In anderen Kulturen gelten sie sogar als Glücksbringer. Wer ihnen begegnet, sollte sie einfach in Ruhe lassen. Auch Reptilien wie Eidechsen oder Blindschleichen profitieren von Strukturen im Garten. Eine sogenannte «Reptilienburg» aus Steinen, Totholz und sandigen Bereichen bietet Sonnenplätze, Verstecke und Eiablageorte. Wichtig ist ein abwechslungsreich gestalteter Garten ohne gefährliche Schächte oder Fallen. Für die Überwinterung sollten Steinhaufen teils im Boden verankert sein, damit sie frostsicher bleiben. Amphibien wie Gras- oder Laubfrösche benötigen zur Fortpflanzung ein stehendes Gewässer. Doch selbst ohne Teich kann man ihnen helfen: Feuchte Rückzugsräume, Ast- und Steinhaufen oder strukturreiche Gärten dienen als Schutz und Überwinterungsplatz. Die Tiere legen oft weite Wege zwischen Gewässer und Lebensraum zurück – ein naturnaher Garten kann dabei ein lebenswichtiger Trittstein sein.
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  • Folge vom 01.04.2026
    Nisthilfen für Wildbienen & Schmetterlinge: Das nützt Insekten
    Insektenhotels liegen im Trend, doch oft helfen sie kaum. Welche Nisthilfen für Wildbienen sinnvoll sind, warum der Gartenboden wichtiger ist als Holzröhren und weshalb Schmetterlingshäuschen kaum Nutzen bringen. Wildbienen und Schmetterlinge gelten als Symbol für Biodiversität – doch viele der im Handel angebotenen Insektenhotels bringen wenig oder schaden sogar. Entscheidend ist die Qualität der Häuschen: Für Wildbienen sollten Nisthilfen aus trockenem Hartholz bestehen, mit sauber gebohrten, mindestens zehn Zentimeter tiefen Gängen. Auch Röhrchen aus Bambus oder Schilf müssen glatt und gut befestigt sein, damit Flügel nicht verletzt werden. Noch wichtiger als künstliche Nisthilfen ist jedoch der Garten: Rund drei Viertel aller Wildbienenarten nisten im Boden. Sie brauchen offene, sandige Stellen, abwechslungsreiche Strukturen und idealerweise auch kleine Böschungen oder Freiflächen. Ebenso entscheidend ist das Nahrungsangebot: Viele Arten fliegen nur rund 50 Meter weit, weshalb einheimische, über das Jahr blühende Pflanzen unverzichtbar sind – von frühem Salbei und Taubnesseln über Glockenblumen und Thymian bis zu spätem Efeu. Für Schmetterlinge gilt Ähnliches: Ihre Raupen sind auf bestimmte Futterpflanzen und Strukturen angewiesen. Alte Pflanzenstängel, markhaltige Triebe, Ast oder Totholzhaufen dienen als Überwinterungsplatz oder als Ort für Eier und Kokons. Schmetterlingshäuser hingegen erfüllen kaum einen Zweck und gelten eher als dekorative Produkte. Wer den Garten naturnah gestaltet, auf einheimische Pflanzen setzt und abgestorbene Stängel über Winter stehen lässt, schafft für Wildbienen und Schmetterlinge deutlich mehr Nutzen als durch jedes gekaufte Häuschen.
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  • Folge vom 31.03.2026
    Nisthilfen für Vögel: So schaffen Sie sichere Brutplätze
    Viele Vogelarten finden in modernen Gebäuden kaum noch Brutplätze. Wie Privatpersonen Seglern und Schwalben sinnvoll helfen können, welche Regeln bei Renovationen gelten und worauf man beim Aufhängen und Reinigen von Nistkästen achten muss. Vogelhäuschen und Nistkästen können einen wichtigen Beitrag leisten, um häufigen Arten wie Meisen einen Brutplatz zu bieten – und zugleich ein schönes Naturerlebnis schaffen. Besonders wertvoll sind Nisthilfen aber für Gebäudebrüter wie Mauersegler und Mehlschwalben. Da moderne Häuser kaum noch Nischen und Spalten aufweisen, finden diese Arten immer seltener geeignete Plätze. Mauersegler etwa brüten jahrelang im selben Nest und kehren zuverlässig zurück. Wer renoviert oder ein Gebäude umbaut, muss solche Brutstätten zwingend schützen. Es ist empfohlen, frühzeitig die Gemeinde oder lokale BirdLifeSektionen zu kontaktieren, da sie Brutplätze oft kennen und Beratung bieten. Auch Mehlschwalben können mit künstlichen AussenNisthilfen unterstützt werden – inklusive Kotbrett, das Verschmutzungen verhindert. Da Schwalben geschützt sind, dürfen ihre Nester nicht entfernt werden. Zudem vertilgen sie grosse Mengen Insekten und bieten eindrucksvolle Naturbeobachtungen direkt am Haus. Manchmal bleibt ein Nistkasten zunächst leer. Geduld hilft – oder ein einfacher Trick: Gerade Mauersegler lassen sich mit abgespielten Rufen auf neue Nistplätze aufmerksam machen. Wenn sich stattdessen Spatzen einnisten, sollte man sie gewähren lassen; auch sie finden zunehmend weniger Raum in Gebäuden. Nistkästen können ganzjährig aufgehängt werden, doch der Frühling ist ideal für eine direkte Besiedlung. Eine jährliche Reinigung entfernt Parasiten und erhöht die Erfolgschancen. Entfernen sollte man Tiere nie – stattdessen bei Bedarf zusätzliche passende Nisthilfen anbieten.
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  • Folge vom 30.03.2026
    Nisthilfen am Haus und im Garten: So helfen Sie Tieren wirklich
    Nisthilfen können Vögeln, Insekten und anderen Tieren helfen – aber nur, wenn das Umfeld stimmt. Worauf Haus- und Gartenbesitzerinnen achten müssen, welche Fehler häufig passieren und warum naturnahe Strukturen entscheidend sind. Nisthilfen gelten als einfache Unterstützung für Tiere im Siedlungsraum. Doch so hilfreich sie sein können – ohne passende Umgebung bringen sie oft wenig. Künstliche Nistkästen oder Insektenhotels funktionieren nur, wenn ein Garten auch Nahrung und vielfältige Strukturen bietet. «Ein Haus allein genügt nicht, wenn rundherum nichts zum Essen da ist», sagt Stefan Greif, Projektleiter Artenförderung bei BirdLife Schweiz im «Ratgeber Tiere». Besonders bei Insekten können falsch gebaute oder ungeeignete Nisthilfen sogar schaden. Entscheidend ist deshalb, sich vorab zu überlegen, welche Arten im eigenen Garten vorkommen und welche man fördern möchte. Danach sollten Gestaltung und Materialien sorgfältig gewählt werden. Wer Nisthilfen aufstellt, übernimmt zudem eine gewisse Verantwortung: Vogelkästen sollten jährlich gereinigt werden, bei Insektenhotels muss beachtet werden, dass sie oft ganzjährig besiedelt sind. Und bei Arten wie Mauersegler oder Fledermäuse sind die Brutstätten besonders geschützt.
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