Kerbel, Dill und Estragon bringen ab März ihre feine Anisnote in den Garten. Wer gestaffelt aussät und die Pflanzen richtig pflegt, erntet aromatische Kräuter vom Frühling bis in den Sommer.
Kerbel
Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist ein typisches Frühlings-Küchenkraut: Er wird im März und April ausgesät und bereits nach acht Wochen beginnt die Ernte.
Tipps für eine reiche Ernte:
• Alle zwei Wochen neu aussäen, so kann fortlaufend geerntet werden.
• Wenn es ihm gefällt, sät sich Kerbel auch von selbst aus – die jungen Pflanzen erscheinen bereits im Herbst und überwintern problemlos.
Dill
Auch Dill (Anethum graveolens) wird ab März ausgesät, jedoch bis in den Juni hinein.
Wichtig zu wissen:
• Stets frisches Saatgut verwenden – ältere Samen keimen kaum noch.
• Dill hat eine lange Keimdauer von etwa drei Wochen: den Einmachglas-Trick anwenden!
• Blühender Dill lockt Schwebfliegen in den Garten, sie sind Nützlinge, denn ihre Larven jagen Blattläuse.
• Dill lockt den Schwalbenschwanz an, dieser prächtige Schmetterling legt bevorzugt seine Eier auf Dillblätter ab.
• Dill schätzt einen schattigen Wurzelbereich – deshalb ist er ein idealer Mischkulturpartner für Kohl, Gurken und Mais.
Estragon
Es gibt verschiedene Estragonsorten:
- Der französische Estragon ist aromatisch, aber frostempfindlich.
- Der deutsche Estragon wächst besonders kräftig.
- Der russische Estragon schmeckt herb und ist sehr winterhart ist.
Die abgestorbenen Stängel des Estragons (Artemisia dracunculus) werden im Frühling bodennah zurückgeschnitten.
Gut zu wissen:
• Estragon wandert gerne im Kräuterbeet umher: Den Stock alle 2–3 Jahre ausgraben, teilen und an einen neuen Standort setzen – so bleibt er vital und gesund.
• Nach dem Rückschnitt mit Kompost- oder Kräutererde nähren.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 27.03.2026Kräuter mit Anisnote
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Folge vom 26.03.2026Kräuter mit mediterranem FlairRosmarin, Salbei, Bohnenkraut und Thymian brauchen Ende März einen kräftigen Rückschnitt – ihre wichtigste Verjüngungskur. Mit dem richtigen Schnitt und wenig Dünger bleiben sie aromatisch und vital. Kräuter mit mediterranem Flair Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut und Thymian sind ideale Pflanzpartner im mediterranen Kräuterbeet. Sie lieben grosse Platten oder Steine, die sich tagsüber aufwärmen und nachts die gespeicherte Wärme wieder abgeben. Pflege Ende März – Rückschnitt als Verjüngungskur: Alle vier Kräuter werden Ende März stark zurückgeschnitten. Dabei unbedingt auf die weiter innenliegenden, kleinen Blattquirle achten: Ein Rückschnitt ins alte Holz ohne Blattquirle wird nicht vertragen – die Pflanze stirbt ab. Der Schnitt ist jedoch wichtig, denn ohne diese Verjüngungskur vergreisen mediterrane Kräuter rasch. Nach dem Schnitt erhalten alle Kräuter Kräuterdünger. Dieser enthält bewusst wenig Stickstoff – das fördert ausgeglichenes Wachstum und erhält das volle Aroma. Gut zu wissen – Tipps je Kraut: • Rosmarin erst nach der Blüte schneiden (Blütezeit: März). • Die Schnittlinge eignen sich hervorragend für Stecklinge. • Hänge-Rosmarin macht sich wunderschön in hohen, schmalen Töpfen oder über eine Mauer hinunterwachsend. • Salbei nur sparsam düngen: Mehltaubefall ist ein Hinweis auf zu nährstoffreiche Böden. • Thymian und Majoran nicht nebeneinander pflanzen – der Majoran leidet darunter und kümmert. • Thymian nach der Blüte im September unbedingt nochmals schneiden: Er überwintert besser und lebt länger. • Zitronen-Bohnenkraut hat einen würzig-zitronigen Geschmack und wird wie Zitronenthymian verwendet. • Kriechendes Bohnenkraut ist ein wunderbare Spätblüher und besonders gut für Töpfe geeignet.
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Folge vom 25.03.2026Kräuter mit Zwiebel- und KnoblaucharomaWinterheckenzwiebel, Schnittlauch und Schnittknoblauch können bereits jetzt geerntet werden. Mit regelmässiger Düngung liefern sie aromatische Blätter und essbare Blüten – für Salate, Töpfe und den Blumengarten. Winterheckenzwiebel, Schnittlauch und Schnittknoblauch Die Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) ist die grosse Schwester des Schnittlauchs: Ihre dicken, langen Röhren werden fein geschnitten und eignen sich hervorragend für den Salat. Wie auch Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Schnittknoblauch (Allium tuberosum) kann sie bereits jetzt geerntet werden. Pflege – für alle drei gilt: • Alle drei sind nährstoffhungrig und erhalten regelmässig organischen Kräuterdünger. • Nach jedem Schnitt zusätzlich mit organischem Flüssigdünger nähren. • Alle drei eignen sich prima für den Topf – jährlich in frische Erde umtopfen. Schnittknoblauch – ein Highlight im Garten: Schnittknoblauch hat die aromatischsten und zartesten Blüten: Der runde, weisse Blütenball besteht aus über fünfzig Einzelblüten und bereichert einen Blattsalat auf köstliche Weise. Da er im Spätsommer blüht, macht er sich zudem wunderbar im Blumengarten. Schnittlauch – pflegeleicht und dekorativ: Schnittlauch ist eine unkomplizierte, niedrig wachsende Einfassungspflanze und eine zuverlässige Bereicherung für jeden Kräutergarten.
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Folge vom 24.03.2026Kräuter mit säuerlicher FrischeSauerampfer, Zitronenmelisse und Zitronenverbene bringen ab April säuerliche Frische in Küche und Garten. Mit der richtigen Frühlingspflege treiben sie kräftig aus und bereichern Salate, Fisch- und Meeresfrüchteküche. Sauerampfer Sauerampfer (Rumex acetosa), Sorte «Aromata», wird von April bis in den Frühsommer hinein fortlaufend geerntet. Er ist ein kultiviertes Wildkraut mit vielen saftigen, zarten Blättern – ideal zum Beispiel für einen Blattsalat mit Joghurtsauce. Pflege im Frühling: Dürre Blätter wegschneiden, eine halbe Handvoll organischen Gemüsedünger rund um die Pflanze streuen und leicht einharken. Gut zu wissen – Ampfer-Sorten im Überblick: • Heimischer Sauerampfer (Ursprungsart): Wächst auf Wiesen und Weiden und wird nur im frühen Frühling geerntet. Sobald er aufstängelt, wird er bitter. Die Blätter schmecken herber und sind faserig. • Blutampfer (Rumex sanguineus): Lange Blätter mit dekorativen roten Blattadern. Nur junge Blätter ernten – als wunderschöne essbare Dekoration, der Geschmack ist jedoch eher fade. • Schild-Sauerampfer (Rumex scutatus), auch Römischer Ampfer genannt: Sehr sauer und saftig, ausgezeichnet für die französische Küche – besonders zu Meeresfrüchten und Fisch. Zitronenmelisse Bei der Zitronenmelisse (Melissa officinalis) werden die dürren Stängel weggeschnitten, anschliessend wird die Pflanze mit Kräuterdünger genährt. Topfpflanzen werden jährlich umgetopft und gedüngt. Gut zu wissen: • Zitronenmelisse nie an denselben Standort setzen – sie ist wie Peterli selbstunverträglich. • Feinstes Limetten-Aroma bietet die Sorte «Lemona». Zitronenverveine Die Zitronenverbene (Aloysia citriodora) hat als Kübelpflanze im dunklen Keller überwintert. Jetzt wird sie ans Licht und in die Wärme geholt. Pflege im Frühling: • Jährlich umtopfen und neu düngen. • Mindestens um die Hälfte zurückschneiden – das verträgt sie problemlos, da sie sogenannte «schlafende» Augen besitzt, die nach dem Rückschnitt sofort austreiben.