Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, warum kaum jemand darauf verzichten sollte – und wo man trotzdem Geld sparen kann, ohne sich zu gefährden.
Das Wichtigste zur Privathaftpflicht:
Unverzichtbar für alle:
Die Privathaftpflicht zahlt, wenn man anderen versehentlich Schaden zufügt.
Ein kleiner Kratzer kann sich zu einem teuren Folgeschaden entwickeln. Niemand ist jeden Tag fehlerfrei – erst recht nicht in Haushalten mit Kindern oder Tieren.
Bei der Deckungssumme nicht knausern:
Verletzt man jemanden ernsthaft, können die Kosten enorm hoch werden. Eine zu tiefe Deckungssumme kann teuer zu stehen kommen.
Zusammenziehen? Police überprüfen:
Wer mit dem Partner, der Partnerin, mit Kolleginnen oder Kollegen oder auch in eine WG zusammenzieht, hat plötzlich zwei oder mehr Privathaftpflichten im Haushalt. Das Risiko verdoppelt sich nicht – die Prämie schon. Darum: Vorige kündigen und gemeinsam versichern.
Nur versichern, was zum eigenen Leben passt:
· keine Drohnenversicherung ohne Drohne
· kein Haustierzusatz ohne Haustier
· kein Zusatz für fremde Fahrzeuge, wenn man nie fremde Autos fährt
Privathaftpflicht ≠ Rechtsschutzversicherung:
Die Privathaftpflicht wehrt Forderungen gegen einen ab – passiver Schutz.
Die Rechtsschutzversicherung ermöglicht zusätzlich aktives Vorgehen, etwa wenn man selbst einen Anwalt braucht.
Merksatz:
Nur versichern, was wirklich zum eigenen Alltag gehört – nicht was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte.
RatgeberLeben & Liebe
Ratgeber Folgen
Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Folgen von Ratgeber
50 Folgen
-
Folge vom 04.08.2026Privathaftpflicht: Was sie leistet – und was nicht nötig ist
-
Folge vom 03.08.2026Richtig versichert: Die 4-Schritte-Faustregel im CheckZu viel versichert? Zu wenig? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt die wichtigste Faustregel: Bevor man eine Police abschliesst, sollte man vier Fragen stellen – und zwar in dieser Reihenfolge. Die 4-Schritte-Faustregel – so geht man vor: Risiko vermeiden: Wer das Risiko gar nicht eingeht, muss es nicht versichern. Z.B. Teure Uhr zuhause lassen statt an den Strand mitnehmen. Im Ausland Bahn statt Mietwagen. Risiko vermindern: Einfache Massnahmen, die Schäden verhindern oder begrenzen. Z.B. Rauchmelder installieren, Helm tragen, Velo abschliessen, Laptop im Auto verdecken. Selbst tragen: Kleine Schäden, die einen nicht in finanzielle Not bringen, einfach aus der eigenen Tasche zahlen. Wer über Jahre Prämien zahlt, gibt oft mehr aus als er je an Schäden hätte. Versichern – aber nur bei echten Grossschäden: Die Schlüsselfrage: Würde mich dieser Schaden finanziell aus der Bahn werfen? Solche Risiken gehören versichert. Z.B. Kaputtes Handy oder zerbrochene Sonnenbrille – ärgerlich, aber kein Notfall. Ein Ambulanzjet aus Südostasien hingegen kostet schnell mehrere zehntausend Franken. Merksatz: «Versichern sollte man nicht den verlorenen Fünfliber, sondern den finanziellen Grossbrand.»
-
Folge vom 31.07.2026Mit Hund und Katze in die FerienWer sein Heimtier in die Ferien mitnehmen will, sollte sich frühzeitig über die nötigen Impfungen informieren. Und auch Erkundigungen zu allfälligen Krankheiten und Vorschriften im Reiseland sind unerlässlich. Vor der Reise gilt es folgendes zu beachten: · Ist das Tier gegen Parasiten, Zecken und Bandwürmer behandelt? · Sind die nötigen Dokumente, wie Ausweis etc. noch aktuell? · Sind Impfpass und Impfungen (vorallem gegen Tollwut) vorhanden? · Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung? · Einreiseverbot für kupierte Hunde? · Rassenverbot oder Maulkorbpflicht? · Brauche ich eine Tierhaftpflichtversicherung?
-
Folge vom 30.07.2026Die richtige Pension für den HundFerien oder Krankheitl, Spitalaufenthalt oder beruflichliche Abwesenheit: Wohin soll der Hund in dieser Zeit? Diese Frage sollte sich jeder Hundehalter und jede Hundehalterin frühzeitig stellen - im gegenseitigen Interesse. Eine Fremdplatzierung eines Hundes darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden – auch wenn es nur für kurze Zeit ist. An einem neuen Ort ist für einen Hund alles anders, nicht nur Schlafplatz, Umgebung und Tagesablauf, sondern auch Gerüche, Menschen und andere Hunde. Veränderungen sind immer mit zusätzlichem Stress verbunden. Kriterien bei der Auswahl der Tierpension: · Ruhige, freundliche Atmosphäre unter den Hunden wie unter dem Personal · Kein Dauergebell, keine ständige Betriebsamkeit · Hygiene und Sauberkeit · Unterkünfte (keine Boxenhaltung) geräumig, klimatisiert · Innen wie aussen steht Wasser zur Verfügung · Genügend Ruhe vor und in erster Linie nach der Fütterung · Unterbringung so, dass sich Hunde nicht gegenseitig zum Bellen aufschaukeln · Zweimal täglich Auslauf, auf Wunsch einmal Spaziergang, wenn mit anderen Hunden, nur bei guter Verträglichkeit · Eigenes Hundebett und Lieblingsspielzeug · Ausgebildete Mitarbeitende · Wie wird der Hund aufgenommen? · Bekommt er Eingewöhnungszeit (ohne sogleich Hundekontakt)?