Bundesaußenminister Wadephul rechnet damit, dass ein militärisches Eingreifen der Vereinigten Staaten im Iran eine realistische Option darstellt. Der CDU-Politiker sagte in den "Tagesthemen", auch dem Regime in Teheran sei nicht entgangen, dass US-Präsident Trump zu solchen Maßnahmen in der Lage sei. Auch der ehemalige österreichische Diplomat Klemens Fischer rechnet damit. Der Professor für internationale Beziehungen und Geopolitik an der Uni Köln sagte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch zu möglichen Zielen einer Militär-Aktion, Städte seien unwahrscheinlich. Dort finde schließlich der Protest statt. "Es bietet sich klarerweise noch einmal ein Schlag gegen die Atomaufbereitungsanlagen an", so Fischer.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 14.01.2026Iran: Ex-Diplomat rechnet mit "Schlag gegen die Atom-Anlagen"
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Folge vom 13.01.2026Merz und Modi: Warum Indien für Deutschland wirtschaftlich immer wichtiger wirdNoch vor China und Japan: Anders als seine Vorgänger absolviert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seinen ersten Antrittsbesuch im asiatischen Raum in Indien. Die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern gilt als Vorreiter im Bereich Informationstechnologie, ebenso in der Pharma-Industrie. Die indische Textilbranche gehört zu den größten weltweit. So hat Kanzler Merz nach seinem Treffen mit Ministerpräsident Narendra Modi das Wirtschaftszentrum Bangalore besucht, einen wichtigen Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie im Süden des Subkontinents. Dort hat Merz aber nicht nur ein Forschungszentrum für Nanotechnologie besucht, sondern auch eine Niederlassung des Autozulieferers Bosch. Auf die bereits bestehenden Kooperationen zwischen Indien und Europa verweist auch Jan Noether, Generaldirektor der Deutsch-Indischen Handelskammer mit Hauptsitz in Mumbai. Warum er auf ein baldiges Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien hofft und was die Wirtschaftsbeziehungen zu Indien von denen zu China unterscheidet, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier.
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Folge vom 13.01.2026Unwort Sondervermögen: "Verschleiert eine gigantische Schuldenaufnahme“Beim Wort "Vermögen" denken die meisten an Reichtum. Vermögen ist Geld, das man besitzt. Bei der politischen Erfindung des "Sondervermögens" ist es aber bekanntlich genau andersrum: Es bezeichnet historisch hohe Neuschulden in hundertfacher Milliardenhöhe. Also genau das Gegenteil von echtem Vermögen. Diese "irreführende Bedeutung" hebt die Unwort-Jury in ihrer Begründung heraus. Mittlerweile gibt es fast 30 so genannte Sondervermögen auf Bundesebene. Zu den größten gehört das für die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro. Außerdem der Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit insgesamt 350 Milliarden Euro und die 500 Milliarden Euro für "Infrastruktur und Klimaneutralität". Der Mannheimer Sprachforscher Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, findet die Wahl der Unwort-Jury gut. Auch wenn die gewählten Begriffe meist dem politischen Diskurs entstammen und nicht dem Alltagsgebrauch der Menschen. Warum die "Unwörter" trotzdem eine Menge über unsere Gesellschaft aussagen, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
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Folge vom 13.01.2026Blitzeis-Chaos ausgeblieben: Warum Meteorologen uns trotzdem warnen müssenHöchste Warnstufe vor Sturmtief "Elli". Es kam dann doch nicht so schlimm, dafür gab es Kritik. Warum Warnungen dennoch wichtig sind, erklärt Meteorologe Stefan Laps von der ARD.