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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

377 Folgen
  • Folge vom 12.03.2024
    #197 Verhinderter Frieden? Das "Abkommen" von Istanbul
    Oft wird behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich kurz nach Kriegsbeginn auf ein Friedensabkommen verständigt. Jetzt hat das "Wall Street Journal" in einem Artikel Details veröffentlicht. In dieser Folge geht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler die einzelnen Punkte durch und lässt sie von ihm bewerten. Dem Artikel zufolge sollten die Streitkräfte der Ukraine auf 85.000 Soldaten beschränkt werden. Beschränkungen sollte es auch bei den ukrainischen Panzern und Waffen geben. In dem Artikel war auch zu lesen, auf welche Gebiete die Ukraine hätte verzichten müssen und wie die Einhaltung des Friedens sichergestellt werden sollte. Auch darauf gehen Deisinger und Bühler ein. Der Ex-Nato-General kommt zu dem Schluss, dass die Ukraine den Vertrag nicht unterschreiben konnte. Sie hätte seiner Meinung nach einem "Diktatfrieden" zugestimmt. Natürlich spielt in dieser Folge auch die aktuelle Lage eine Rolle. So haben die Ukrainer davon gesprochen, sie hätten die Brückenköpfe bei Cherson auf der russisch besetzten Seite des Dnepr ausbauen können. Bühler führt aus, warum er daran Zweifel hat. Außerdem geht er auf die Folgen der ukrainischen Angriffe mit Langstreckendrohnen ein. Damit seien Industrieanlagen und Öl-Depots unter anderem in St. Petersburg und Kursk getroffen worden. Russland habe eine sechsmontige Sperre für den Export von Öl-Produkten verhängen müssen. Bühler erklärt in dieser Folge auch, warum er den von Großbritannien vorgeschlagenen Ringtausch für nicht durchdacht hält. Die Briten wollten von Deutschland Taurus-Systeme. Dafür hätte London an Kiew Storm-Shadow-Marschflugkörper geliefert. Bühler bewertet außerdem die Forderungen von Papst Franziskus nach Verhandlungen. Häufig stellen Hörerinnen und Hörer die Frage, warum in diesem Podcast auch gegensätzliche Meinungen von Politikern wie Michael von der Schulenburg und Sahra Wagenknecht oder den Generälen Harald Kujat und Erich Vad thematisiert werden. Dazu beziehen Deisinger und Bühler in dieser Folge etwas ausführlicher Stellung. Deisinger zufolge ist der Podcast ein Angebot zum Diskutieren. Er solle helfen zu verhindern, dass jeder nur in seiner Bubble lebe. Bühler bekräftigt, dass er zu diesem Konzept stehe. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 08.03.2024
    #196 Bietet Kiew den Russen Verhandlungen an? Zu den Thesen von Michael v. d. Schulenburg
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über einen Artikel in der Berliner Zeitung, der für Aufmerksamkeit sorgt. Geschrieben hat ihn Michael von der Schulenburg, ein Ex-Diplomat und Politiker, der sich für das "Bündnis Sahra Wagenknecht" engagiert. In dem Artikel "Spektakuläres Szenario: Beenden Russen und Ukrainer ihren Krieg auf eigene Faust?“ schaut er in eine für ihn mögliche Zukunft. Nach dem Scheitern einer weiteren ukrainischen Großoffensive werde Präsident Wolodymyr Selenskyj abgelöst. Eine neue ukrainische Regierung werde sich an die Friedensgespräche kurz nach Beginn des Kriegs erinnern und versuchen, mit den Russen einen Vertrag auszuhandeln. Russlands Präsident werde darauf "großmütig" reagieren. Bühler hält das Szenario für unrealistisch, will es aber auch nicht gänzlich ausschließen. Dabei erinnert er daran, dass eine überwältigende Mehrheit der Ukrainer hinter den Zielen ihres Präsidenten stehe. Für eine Ablösung Selenskyj gebe es keine Anhaltspunkte. Bühler glaubt auch nicht an einen "Großmut" Putins. Es gehe ihm nicht nur darum, dass die Ukraine nicht in die Nato komme und er den freien Zugang zum Schwarzen Meer behalte. Putin wolle die ganze Ukraine. Bühler zählt auch Mechanismen auf, wie der russische Präsident an seine Ziele kommen könnte. Dabei müsse er zunächst nicht zwangsläufig mehr Soldaten einsetzen als jetzt. Michael von der Schulenburg skizziert in dem Artikel auch eine Vertrauenskrise in der ukrainischen Armee nach der Entlassung von Armeechef Walerij Saluschnyj. Diese Gefahr besteht laut Bühler tatsächlich, "wenn die neue militärische Führung jetzt nicht schnell Fuß fasst." Deisinger und Bühler schauen natürlich auch auf die aktuelle Lage. Der Ex-Nato-General hat keinen Zweifel daran, dass die Ukraine das russische Schiff "Sergej Kotow" mit Drohnen versenkt hat. Es war erst nach Kriegsbeginn in den Dienst gestellt worden und damit sehr modern. Welche Auswirkungen hat die Versenkung auf den Kriegsverlauf? Darauf hat Bühler klare Antworten. Er thematisiert auch Angriffe in Russland. So sei eine Eisenbahnbrücke in der Region Samara gesprengt worden, die zu einer Munitionsfabrik führe. Möglicherweise stecke die Widerstandsgruppe "Stop the Wagons" dahinter. Was weiß man über die Gruppe? Außerdem kommt Bühler auf die wahrscheinliche Zerstörung eines US-amerikanischen HIMARS-Systems zu sprechen und erläutert die Folgen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 05.03.2024
    #195 Belauschte Bundeswehr
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler ausführlich über die Abhöraffäre bei der Bundeswehr. Am vergangenen Freitag hatte Russland eine mitgeschnittene Schaltkonferenz von vier hohen Offizieren, darunter Luftwaffen-Chef Ingo Gerhartz, veröffentlicht. Darin erörterten diese Einsatzszenarien für den deutschen Marschflugkörper Taurus, falls dieser doch noch an die Ukraine geliefert werden sollte. Bühler sagt, der Vorfall sei peinlich, am meisten für die Betroffenen. Es sei großer Schaden entstanden. Wichtig sei jetzt eine schnelle Aufklärung. Erst dann sollten Konsequenzen gezogen werden. Bühler erklärt, mit welchen Mitteln und Verschlüsselungen die Bundeswehr kommuniziert. Außerdem geht er davon aus, dass an dem mitgeschnittenen Gespräch nichts verändert oder manipuliert wurde. Dafür spreche bisher nichts. Deisinger und Bühler besprechen auch, wer die Schaltkonferenz abgehört haben könnte. Bühler mahnt, es gebe Hinweise aber noch keine Beweise, wer dahinterstecke. Außerdem erhebt er den Vorwurf, dass ein Einsatz der Taurus-Marschflugkörper von der Bundeswehr nicht geprüft worden sei. Bei dem abgehörten Gespräch hätten sich die Luftwaffen-Offiziere nicht so detailliert darüber unterhalten müssen, wenn es wie angekündigt eine Prüfung gegeben hätte, so der frühere Nato-General. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 01.03.2024
    #194 Atomwaffen für Europa?
    In dieser Folge spricht Host Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über Forderungen nach EU-eigenen Atombomben. Bühler hält die Vorstöße für naiv. Die EU sei politisch so organisiert, dass die Voraussetzungen für gemeinsame Atomwaffen fehlten. Die Frage sei, wer auf den berühmten Knopf drücke, wenn es erforderlich sei. Darauf gebe es keine Antwort und deshalb sei die Diskussion fehlgeleitet. Bühler geht auch auf andere Vorschläge ein: Sollten sich Berlin und Paris die französischen Atomwaffen teilen? Oder sollte sich Deutschland selbst atomar bewaffnen? Auch dazu bezieht Bühler klar Stellung. Deisinger und Bühler schauen auch detailliert auf die aktuelle Lage. Die Russen kommen nach Einschätzung Bühlers weiter gut voran. Inzwischen habe sich mit dem Raum Donezk ein Schwerpunkt herausgebildet. Der Ex-Nato-General geht aber auch auf die Lage an anderen Frontabschnitten ein. Außerdem erwähnt er die jüngsten ukrainischen Erfolge. Wie ist es den Ukrainern gelungen, die Russen aus der Kleinstadt Krasnogorowka zurückzudrängen und dabei viele feindliche Soldaten zu töten? Wie konnten die Ukrainer russische Kampfflugzeuge vom Typ Su-34 und Su-35 in die Falle locken und abschießen? Natürlich beantwortet Bühler auch Hörerfragen: Was bedeutet das Schutzersuchen Transnistriens an Russland? Wie viele Soldaten hat Moskau dort stationiert und wie werden sie versorgt? Und: Wie kann es sein, dass die Bundesregierung die Fregatte "Hessen" in einen Einsatz schickt, obwohl sie weiß, dass sich ein Munitionsmangel abzeichnet? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Podcast-Tipp: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/wahlkreis-ost/audio-taurus-ukraine-russland-marcus-faber100.html
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