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#Stimmlagen - Das Infomagazin der Freien Radios

#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Kritisch und informativ spüren die Freien Radios in Österreich die Stimmlagen auf, die andernorts nicht zu hören sind. Produziert wird das Infomagazin #Stimmlagen von folgenden Redaktionen und Radiostationen: VON UNTEN bei Radio Helsinki (Graz) ANDI bei Radio Orange (Wien) FROzine bei Radio FRO (Linz) unerhört! bei der Radiofabrik (Salzburg)  

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Folgen von #Stimmlagen - Das Infomagazin der Freien Radios

97 Folgen
  • Folge vom 05.03.2025
    #Stimmlagen: Paul Kuncio über alpine Raumplanung
    #Stimmlagen: Paul Kuncio über alpine Raumplanung Paul Kuncio von CIPRA Österreich (© Alexander Höller) Staudämme, Solarparks, Windräder – die Energiewende ist in vollem Gange. Gleichzeitig braucht es mehr Naturschutz, um geschädigte Ökosysteme zu retten. Doch beides erfordert Platz – und der ist in den Alpen knapp. Wie kann die Raumplanung helfen, gute Lösungen zu finden? Darüber habe ich mich mit Paul Kuncio, Geschäftsführer und Leiter des Alpenkonventionsbüros bei CIPRA Österreich, unterhalten. Die CIPRA ist eine NGO, die sich seit nunmehr knapp 70 Jahren dem Schutz der Alpen verschrieben hat. Paul Kuncio gibt Einblicke in seine Tätigkeit bei CIPRA Österreich und zeigt im Gespräch unter anderem auf, welche Interessen in den Alpen aufeinandertreffen und wie zukunftsorientierte Lösungen aussehen könnten – Lösungen, die den einzigartigen Charakter der Alpen bewahren, aber auch Herausforderungen wie die geplante Dekarbonisierung der Energieerzeugung in den Blick nehmen. Weitere Informationen zu der im Gespräch erwähnten Publikation zur Entsiegelung von Böden mit dem Titel „Ground:breaking“ sind HIER zu finden. Grundsätzliche Informationen zum Zusammenspiel von Alpenkonvention und alpiner Raumplanung hat die CIPRA in einem Leitfaden zusammengefasst, der HIER heruntergeladen werden kann. Das Programm der Ende Februar in Salzburg abgehaltenen Jahresfachtagung „Hochspannung in den Alpen. Wie Raumordnung neue Nutzungskonflikte bewältigen kann“ findet man HIER.   Redakteur: David Mehlhart (Moderation & Technik) Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at
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  • Folge vom 27.02.2025
    Chronisch Ignoriert – Die Krankheit ME
    Die Stimmlagen diesmal von der FROzine Redaktion von Radio FRO aus Linz: Von Myalgische Enzephalomyelitis Betroffene und Angehörige wünschen sich endlich Versorgung. Mädchen sollen eine positivere Selbstwahrnehmung in einem Workshop lernen. Bericht von der Premiere von Chronisch Ignoriert Myalgische Enzephalomyelitis, kurz ME genannt, ist eine schwere Multisystemerkrankung. Symptome können unter anderem sein: physiologischen Energiemangel (Post-Exertional Malaise) Schlafstörungen Schmerzen neuro-kognitive Beeinträchtigungen Reizempfindlichkeit (Licht, Geräusche, Berührungen) Störungen des autonomen Nervensystems, des Immunsystems und der Neuroendokrinologie posturale Tachykardiesyndrom (POTS, Personen leiden an Schwindel, sobald sie vom Liegen in eine aufrechte Position wechseln) ME ist seit 1969 bekannt, bis heute gibt es keine Heilung und keine Therapien. In einem neuen Dokumentarfilm mit dem Namen „Chronisch Ignoriert“ werden jetzt die Lebensrealitäten von Menschen beleuchtet, die an ME erkrankt sind. Es kommen Betroffene zu Wort und ebenso Expert*innen aus Medizin, Wissenschaft und Politik. Der Film hat am 19. Februar im Filmcasino in Wien Premiere gefeiert. Nach der Premiere hat Aylin Yilmaz Interviews mit ein paar der Protagonist*innen gemacht. Michael Stingl ist Neurologe und einer der wenigen Personen, die sich in Österreich im medizinischen Bereich mit ME auskennen. Er meint, dass zwar die Wissenschaft zeigt, dass ME eine neurologische Erkrankung ist, aber viele Ärzt*innen es noch als psychosomatische Krankheit ansehen. Dabei kann es passieren, dass Therapien verordnet werden, die den Patient*innen mehr schaden als helfen. Sabine Hermisson ist Mutter von Mila, einer schwerstbetroffenen jungen Frau, die Protagonistin im Film ist. Hermisson wünscht sich, dass die Gesellschaft nicht auf die erkrankten Menschen vergisst. Es existiert der Hashtag #MillionsMissing, der aufzeigen soll, wie die schwerkranken Menschen aus dem Alltag verschwinden, weil sie oft nur mehr in abgedunkelten Räumen liegen können, mit kaum Kontakt zur Außenwelt. Matthias Mollner ist ebenfalls Angehöriger. Seine, leider mittlerweile verstorbene, Partnerin Judith Schoßböck war auch Teil der Dokumentation. Den beiden war es wichtig, die kleinen Momente zu genießen und immer in Kontakt zu bleiben, auch wenn das hauptsächlich über kurze Textnachrichten geschah, da Schoßböck kaum mehr Kontakt zur Außenwelt ausgehalten hat. Familie und Freund*innen werden am 3. Mai eine Gedenkfeier und sammeln gleichzeitig Spenden für die Forschung an ME. Dieses Event ist für alle offen, Informationen dazu gibt es hier. Mehr zu ME finden Sie bei der Österreichischen Gesellschaft für MECFS. Chronisch Ignoriert kann hier in der Arte Mediathek bis zum 26. März 2025 angesehen werden. In Schulen gegen Bodyshaming vorgehen Im Workshop „Entzauberung“ von Proges, einer non-profit Organisation im Gesundheitsbereich, soll Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren beigebracht werden, sich in ihrem Körper wohlzufühlen. In sozialen Medien werden unrealistische Schönheitsideale gezeigt und gefeiert. Wen man diesen nicht entspricht, kann sich das negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Laut der europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie Health Behaviour in school aged children (HBSC ), empfinden sich 40% der Mädchen als zu dick, unabhängig vom tatsächlichen Gewicht. Auch mehr Mädchen als Buben würden an psychischen Beschwerden leiden und hätten ein weniger gutes emotionales Wohlbefinden. In dem 4-stündigen Workshop lernen die Mädchen, die Wirkung von Körpernormen und Schönheitsidealen kritisch zu betrachten und diesen reflektiert zu begegnen. Workshopleiterin Susanne Landmann berichtet, dass es vielen Mädchen schwer fallen würde, Komplimente zu finden, die sich nicht auf das Äußere beziehen würden. Hier Ideenzu sammeln und sich gegenseitig positiv zu bestärken ist ein Aspekt von Entzauberung. Stefanie Ostermann merkt an, dass die Mädchen sehr aufgeklärt darüber wären, bei welchen Fotos und Videos Filter eingesetzt wurden. Trotz dieses Wissens, dass vieles nicht so real ist wie es scheint, ließen sie sich von solchen Schönheitsnormen beeinflussen. Idealerweise würden die Mädchen mit einem erstarkten Selbstbewusstsein sein den Workshop verlassen und das Wissen mitnehmen, dass sie gut sind, genauso wie sie sind.   Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at
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  • Folge vom 19.02.2025
    ACT AUT – Autismus ausleben | Daniela Ingruber zur aktuellen politischen Lage
    „Es ist ärgerlich wenn Autismus oder ADHS als psychische Erkrankung bezeichnet werden, das stimmt einfach nicht“ – Rina von ACT AUT ACT AUT – Autismus Ausleben ist eine Interessenvertretung von und für queere spät diagnostizierte Autist:innen in Graz und seit Sommer 2023 tätig. Die Selbstvertretung möchte die Sensibilisierung für Autismus als Teil menschlicher Vielfalt fördern und Vorurteile sowie Berührungsängste abbauen. Ziel ist es, die Perspektive von Autist:innen im öffentlichen Diskurs zu stärken und diskriminierungsarme Räume für neurodivergente Personen, besonders FLINTAs, zu schaffen. Wir haben mit Gründer:in Rina über das Projekt gesprochen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung über Autismus und ADHS verändert und welche besonderen Herausforderungen FLINTAs in der Gesellschaft begegnen. Rina (sie/they/keine) ist queer, nicht-binär, spät diagnostizierte Autist:in und hat nach deren Diagnose mit 33 Jahren die Anlaufstelle ACT AUT – Autismus Ausleben gegründet, um Angebote für andere Betroffene (mit Schwerpunkt auf Queers und FLINTAs) und eine Community zu schaffen. They hat Kulturanthropologie und Gender Studies in Graz studiert, ist seit vielen Jahren queer-aktivistisch engagiert und macht sich aktuell selbstständig. „Ich denke, dass sich bald eine neue Regierung in Österreich bilden wird.“ – Daniela Ingruber Wir werden einen Blick auf die unübersichtliche politische Lage in Österreich. Politikwissenschaftlerin Daniela Ingruber gibt im Interview ihre Einschätzungen zur aktuellen Situation und den möglichen Szenarien der kommenden Monate. Angesichts der aktuellen Blockade bei der Regierungsbildung stellt sich die Frage, ob Neuwahlen unvermeidlich sind oder noch realistische Chancen auf eine Regierungsbildung bestehen. Besonders interessant ist die Einschätzung von Ingruber zur Frage, ob Andreas Babler den Regierungsbildungsauftrag übernehmen könnte und wie sich die politische Landschaft durch ihn verändern könnte. Ein weiteres Thema ist die überraschende Wendung bei der FPÖ. Herbert Kickl, der zuletzt als unumstrittener Spitzenkandidat galt, legte überraschend den Regierungsbildungsauftrag nieder. Ingruber beleuchtet, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die FPÖ und deren Wählerschaft haben könnte und ob Kickl bei Neuwahlen weiterhin punkten könnte. Abschließend geht es um das zunehmende Misstrauen der Bevölkerung gegenüber politischen Institutionen. Ingruber erläutert, welche Maßnahmen ihrer Meinung nach notwendig sind, um das Vertrauen in die Demokratie wiederherzustellen und die politische Krise zu überwinden. Daniela Ingruber arbeitet als Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien. Zuvor war sie an der Donau-Universität Krems tätig. Von 2012 bis 2016 leitete sie die Abteilung Media & Conflict an der UN-mandatierten University for Peace in Costa Rica. Zudem ist sie Moderatorin, Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals sowie Filmproduktionen. Forschungsschwerpunkte sind Demokratiezufriedenheit, Dystopien, Konflikttransformation, Fake News & Verschwörungslegenden, ethischer Journalismus sowie Politische Bildung. Hier findet ihr mehr Infos zu Daniela Ingruber.
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  • Folge vom 12.02.2025
    #Stimmlagen: Protest gegen Blau-Schwarz, 15 Minuten für Novi Sad und Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft
    Themen: Zehntausende demonstrierten in Wien gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ | Solidarität mit den Antikorruptionsprotesten in Serbien | Welche Aussichten hat die österreichische Kulturszene unter einer FPÖ-geführten Regierung? Yvonne Gimpel von der IG Kultur im Interview | Zur Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus an den österreichischen Universitäten #Stimmlagen 13.2.2025 #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem anderen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien. Koordination: Stefan Resch   Zehntausende demonstrieren in Wien gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS bekam der FPÖ-Chef Kickl den Auftrag, eine Regierung zu bilden. Schon am sechsten Jänner, während Kickls Termin mit Bundespräsident Van der Bellen demonstrierten rund 500 Menschen am Ballhausplatz gegen eine Regierungsbeteiligung der Rechtsextremen, drei Tage später kamen bis zu 50.000 Antifaschist*innen zusammen. Zur Kundgebung am neunten Jänner aufgerufen hatten SOS Mitmensch, Greenpeace und Volkshilfe mit dem Österreichischen Netz Zivilgesellschaft. ANDI hat vor Ort nachgefragt, weshalb die Demonstrierenden die FPÖ nicht in der Regierung sehen wollen. Beitragsgestaltung: Camilla Geiger; Aufnahmen: Stefan Resch   Solidarität mit den Antikorruptionsprotesten in Serbien Seit am 1. November 2024 das Vordach des frisch sanierten Bahnhofs Novi Sad zusammenbrach und dabei 15 Menschen getötet wurden, wird in Serbien gegen systemische Korruption protestiert. Seit Ende Dezember gibt es auch in Wien Solidaritätskundgebungen vor der serbischen Botschaft, die Samstags ab 11:52 Uhr 15 Schweigeminuten abhalten und eine Aufklärung des Unfalls fordern. Beitragsgestaltung: Stefan Resch   Welche Aussichten hat die österreichische Kulturszene unter einer FPÖ-geführten Regierung? Yvonne Gimpel von der IG Kultur im Interview Durch den bevorstehenden Regierungsantritt von Blau-Schwarz befürchten Kulturschaffende massive Kürzungen und ein zunehmend feindliches Klima. Yvonne Gimpel, Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich gibt dazu einen Einschätzung. Beitragsgestaltung: Camilla Geiger   Zur Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus an den österreichischen Universitäten Befristete Dienstverträge und eine Höchstarbeitsfrist von 8 Jahren an derselben Universität sind für einen Großteil des akademischen Mittelbaus österreichischer Universitäten seit der Reform des §109 des Universitätsgesetzes Teil der Anstellung. Eine neue Studie untersucht die Beschäftigungssituation, ihre Auswirkungen und gibt Handlungsempfehlungen. Letztautorin Dr. Julia Partheymüller, Senior Scientist am Institut für Staatswissenschaft an der Universität Wien, im Interview. Link zur Studie: https://www.nuwiss.at/nuwiss-studie-zu-prekaeren-beschaeftigungsverhaeltnisse-an-oesterreichischen-universitaeten/ Beitragsgestaltung: Christine Schwab
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