Aufklärung und Information vs.Profit: Medien am Scheideweg. Interview mit Medienwissenschaftler Tales Tomaz (Uni Salzburg)
Tales Tomaz forscht und lehrt zu Medienökonomie an der Uni Salzburg (© David Mehlhart)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai geht es in dieser Ausgabe „Stimmlagen – das Infomagazin der Freien Radios in Österreich“ um ein Thema von zentraler demokratischer Bedeutung: der Lage der Pressefreiheit in Österreich, Europa und weltweit.
Tales Tomaz, Assistenzprofessor an der Universität Salzburg, war dazu zu Gast in der Radiofabrik Salzburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Medienpolitik und Medienökonomie. Derzeit leitet er das EU-geförderte Projekt „A Monitor of Media Ownership in Europe“, das Medienbesitzverhältnisse transparent und öffentlich zugänglich machen will. Auch Freie Radios stehen dabei im Fokus seiner Untersuchungen.
Im Gespräch geht es unter anderem um strukturelle Herausforderungen für die Pressefreiheit in Österreich – ein Land, in dem politische Einflussnahme, parteipolitische Nähe zum Boulevard und intransparente Machtverhältnisse in der Medienlandschaft regelmäßig diskutiert werden. Gleichzeitig wird der Blick über die Landesgrenzen hinaus auf die europäische und globale Situation gelenkt.
Redakteur: David Mehlhart (Moderation & Technik)
Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at
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#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Kritisch und informativ spüren die Freien Radios in Österreich die Stimmlagen auf, die andernorts nicht zu hören sind. Produziert wird das Infomagazin #Stimmlagen von folgenden Redaktionen und Radiostationen: VON UNTEN bei Radio Helsinki (Graz) ANDI bei Radio Orange (Wien) FROzine bei Radio FRO (Linz) unerhört! bei der Radiofabrik (Salzburg)
Folgen von #Stimmlagen - Das Infomagazin der Freien Radios
97 Folgen
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Folge vom 30.04.2025Aufklärung und Information vs. Profit: Medien am Scheideweg
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Folge vom 24.04.2025Beobachten für eine bessere ZukunftMatthias Eckkrammer über das anstehende Filmfestival „Crossing Europe“ in Linz | Claudia Meixner über das Projekt „artenzählen“ und zur Biodiversitätsforschung Die Bedeutung von Filmfestivals Seit 2004 bringt das Crossing Europe Filmfestival Europäischen Film nach Linz. Jedes Jahr werden rund 140 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme an mehreren Spielstätten gezeigt. Auch viele internationale Filmschaffende kommen nach Linz, um über ihre Werke zu sprechen. Man kann sie auch bei Get Togethern treffen. Eine spannende Möglichkeit für junge Filmemacher*innen sich zu vernetzen. Beim zweitgrößten Filmfestival in Österreich ist auch der lokale Film ein großer Schwerpunkt. Welche anderen Thematiken heuer vertreten sind und warum Filmfestivals für die Verbreitung von Filmen so wichtig sind, darüber spricht Aylin Yilmaz mit Matthias Eckkrammer. Einen Beitrag zur Biodiversitätsforschung leisten BIOM-Garten ist ein Projekt, das sich auf Datensammlung von Amphibien und Reptilien fokussiert. Teil von BIOM-Garten ist das Projekt „artenzählen“, bei dem jede Person mithelfen kann die Vielfalt in unseren Gärten zu erfassen, indem man im eigenen Garten nach Amphibien und Reptilien sucht und diese Sichtung dann meldet. Was ist das Ziel des Forschungsprojekts? Wie melde ich meine Sichtung? Wie muss ein Garten aussehen, damit man überhaupt Tiere vorfinden wird? Welche Gefahren gibt es für Amphibien und Reptilien in Gärten? Auf diese und noch weitere Fragen rund ums Artenzählen findet Claudia Meixner, Projektkoordinatorin bei Global 2000, im Gespräch mit Florentina Mörtl Antworten. Hier Sichtung melden #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich: stimmlagen.at Gestaltung: FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz Sendungsmoderation: Florentina Mörtl
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Folge vom 15.04.2025Attac zu Finanzbildung & Lobbyinteressen im Klassenzimmer | Hausdurchsuchungen in der linken Szene in GrazWer bildet wen? – Attac zu Finanzbildung, Lobbyinteressen und politische Verantwortung im Klassenzimmer Finanzbildung soll Pflichtfach werden – doch nicht alle sehen darin einen Fortschritt. In dieser Sendung sprechen wir mit Mario Taschwer von Attac über die Kritik an aktuellen Plänen der Bundesregierung. Warum warnt Attac vor einem eigenen Schulfach „Finanzbildung“ – und was fehlt in der aktuellen Debatte? Im Gespräch geht es um die Bedeutung von ökonomischem Kontext und demokratischer Bildung, um die Rolle der Finanzindustrie bei der Erstellung staatlicher Bildungsstrategien und um die Problematik sogenannter „kostenloser“ Unterrichtsmaterialien von Banken. Auch die aktuelle Bestellung von Mariana Kühnel zur Chefin der Finanzmarktaufsicht (FMA) wird thematisiert – und was das aus Sicht von Attac über das Verhältnis von Politik und Finanzlobby aussagt. Wir fragen nach sinnvollen Alternativen: Wie könnte kritische, emanzipatorische Finanzbildung an Schulen aussehen – und was können Lehrkräfte, Eltern und Schüler:innen tun, um ökonomische Bildung frei von einseitigen Interessen zu gestalten? „Ich kann seither nur noch ein bis zwei Stunden am Stück schlafen“ – Hausdurchsuchungen in der linken Szene in Graz Anfang bis Mitte März fanden in Graz sieben Hausdurchsuchungen in der linken Szene statt. Sieben Personen wurden zeitweise festgenommen, eine Person ist seither in Haft. Es geht um einen Vorfall Ende Jänner nach dem Burschenschafterball in Graz: Ein Ballbesucher stürzte, nachdem ihm seine Burschenschafter-Kappe vom Kopf gerissen wurde. Die ermittelnden Behörden ließen sogar eine Person mittels Interpol suchen, und die Hausdurchsuchungen wurden kurz nach 05:00 Uhr von der Cobra durchgeführt – einer Spezialeinheit, die normalerweise bei der Terrorismusbekämpfung zum Einsatz kommt. Wir sprechen heute mit Robin (Name von der Redaktion geändert), Mitbewohner:in eines Angeklagten, über die Hausdurchsuchung, wie Robin die Nacht wahrgenommen hat und über die Verhältnismäßigkeit.
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Folge vom 10.04.2025#Stimmlagen: Raiffeisen, Serbien, 60. Todestag von Ernst Kirchweger und Wahlrecht in Wien#Stimmlagen: Beiträge der Redaktion von ANDI, der Nachrichtensendung auf Radio Orange Protest gegen Russland-Geschäfte der Raiffeisen Bank International Drei Jahre nach dem Angriff der Russichen Föderation auf die Ukraine besitzt die Raiffeisen Bank International noch immer eine in Russland aktive Tochterfirma. Dagegen protestieren Attac, BankTrack und B4Ukraine vor der Hauptversammlung des Konzerns in der Wiener Stadthalle. Sie fordern von der RBI einen sofortigen Rückzug aus dem Geschäft in Russland und werfen dem Konzern vor, den Krieg gegen die Ukraine mit zu finanzieren. Beitragsgestaltung: Toma Khandour; Aufnahme: Stefan Resch Blokada Beč unterstützt die Proteste in Serbien Am Sonntag, den 30. März rief die Gruppe Blokada Beč wieder zu einer Solidaritätskundgebung mit den Protesten in Serbien auf. Diesmal trafen sich die Demonstrierenden am Wiener Platz der Menschenrechte. Sie zeigten sich erfreut von der immer größeren internationalen Resonanz. Am 7. März machten die Protestradler*innen der Tura do Strazbura in Wien Station. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Gedenken zum 60. Todestag von Ernst Kirchweger Am 31. März 1965 wurde Ernst Kirchweger bei einer Demonstration gegen den Rechtsextremen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz von einem Teilnehmer der durch den RFS organisierten Gegenkundgegebung niedergeschlagen. Der 67-jährige Pensionist und ehemalige Widerstandskämpfer starb zwei Tage danach an seiner Verletzung. 60 Jahre später ist das Gedenken an das erste politische Todesopfer der zweiten Republik auch ein Anlass, über die Geschichte rechter Gewalt seit der Nachkriegszeit zu reflektieren. Die gesamte Aufnahme der Kundgebunf gibt es hier nachzuhören. Beitragsgestaltung: Christine Schwab; Aufnahme: Gerhard Kettler SOS Mitmensch startet die Pass Egal Wahl für den Wiener Landtag Wie demokratisch ist eine Stadt, in der ein Drittel der Bevölkerung nicht wählen darf? Diese Frage stellt die NGO SOS Mitmensch im Vorfeld der Wien-Wahl 2025. In Österreich werden wegen im internationalen Vergleich extrem harten Bedingungen immer weniger Menschen eingebürgert. Ohne Staatsbürgerschaft gibt es aber auch kein Wahlrecht oberhalb der Bezirksebene, sodass der Anteil der Wahlberechtigten an der Bevölkerung Wiens seit mehr als 20 Jahren schrumpft. Mit der Pass Egal Wahl will SOS Mitmensch auf diese Entwicklung aufmerksam machen und Wiener*innen ohne österreichischem Pass zumindest symbolisch ihre Stimmer abgeben lassen. Bis zum 23. April können alle ihre Stimme bei der Pass Egal Wahl abgeben. Eine Liste der Wahllokale gibt es auf https://www.passegalwahl.at/ Beitragsgestaltung: Stefan Resch Redakteur: Stefan Resch